Über die Stiftung – langjährige Erfahrung, jugendliches Engagement

Die Stiftung «Hilfe zur Selbsthilfe in Tobé/Benin» wurde 1999 in der Schweiz gegründet. Karin Ostertag als Gründerin und Geschäftsführerin wünschte, dass ihre Arbeit sowohl in der Schweiz als auch in Benin staatlich anerkannt werde. 2017 wurde die offizielle Anerkennung der Stiftung durch das beninische Aussenministerium zum 2. Mal erneuert.

Getragen wird die Stiftung von einem Stiftungsrat, finanziert wird sie durch engagierte Spender. 2017 hat der Stiftungsrat mit der ehemaligen Praktikantin und neuen Präsidentin, Kristina Kiener, eine Verjüngung erfahren – was den Arbeiten vor Ort mit vielen Jugendlichen entgegen kommt. Aber die Erfahrungen bleiben bestehen!

Karin Ostertag

Karin Ostertag, die die Stiftung leitet, reiste erstmals in den 80er-Jahren nach Benin. Heute lebt sie in der Regierungsstadt Cotonou und in Koko, einem Dorf mit Yoruba-Kultur rund 360 Kilometer nördlich in der Region Bantè. Kokos zirka 8000 Einwohner sind zum grössten Teil Bauern. Zusammen mit den ansässigen Landbesitzern engagiert sie sich für den Schutz und Erhalt des Tobéwaldes. Die Einführung der modernen Bienenzucht erhöht das Einkommen der Imker/-innen und hilft, den Wald zu schützen. Nach 20 Jahren ist die erste Generation der Mitarbeiter erwachsen, unabhängig und verantwortungsbewusst geworden. Mit ihrer Hilfe kann Karin nun gemeinsam kleine, lokale, direkte Entwicklungshilfe betreiben.

Der Stiftungsrat

Der Stiftungsrat, bestehend aus Kristina Kiener, Claire Karrer, Ruth Ostertag und Annina Ostertag, führt und leitet die Stiftung strategisch und organisatorisch hier in der Schweiz. Die Tätigkeitsbereiche der vier Damen sind das Bekanntmachen der Stiftung, das Knüpfen von Kontakten, die Suche nach Spendengeldern, die Buchhaltung, Korrespondenz und die Herausgabe des Jahresberichts. Die Stiftungsratsmitglieder arbeiten ehrenamtlich.


Karin Ostertag


Kristina Kiener


Claire Karrer


Ruth Ostertag


Annina Ostertag

Stiftungsziele
1. Die ökologische Bewirtschaftung des Tobéwaldes
2. Die Imkerei als lukrativer Begleiter des Waldschutzes
3. Die Schulung der Kinder auf kreative und kulturbezogene Weise

Wenn der Trommler den Rhythmus wechselt, wechselt der Tanz.

Hintergrundinformationen zu Benin

Benin mit über 10 Millionen Einwohnern ist eines der ärmsten Länder, da es über keinerlei Bodenschätze verfügt. Die Wirtschaft des Landes wird massgeblich von der Landwirtschaft und dem Hafen von Cotonou geprägt. In der Landwirtschaft arbeiten mehr als zwei Drittel der Bevölkerung. Vorwiegend werden Mais, Sorghum, Maniok, Yamswurzel, Süsskartoffeln, Hülsenfrüchte und Baumwolle angebaut. Es herrscht die traditionelle Hackbauernkultur vor. Zu den traditionellen Feldfrüchten kommen Cashew, Palmkerne und Ananas hinzu.

Unter westlichem Einfluss wachsen die Städte und Agglomerationen überproportional. Das Ziel der Stiftung Hilfe zur Selbsthilfe in Tobé/Benin ist, möglichst viele bezahlte Arbeitsplätze in Koko und Umgebung zu schaffen und zu erhalten, um die Abwanderung zu vermindern. Im Dorf ist ein gutes Leben möglich, wenn die allgemeine Bildung mit modernem Bewusstsein gefördert wird.

Neben dem Christentum und dem Islam geben viele Einwohner traditionelle Religionen als ihren Glauben an. Offiziell bekannten sich in der letzten Volkszählung rund 17,3 Prozent zur Voodoo-Religion, als deren Wiege Benin gilt.

Früher hiess das Land Dahomey. Die Bezeichnung steht zum historischen Königreich Dahomey, der Fon-Kultur, das bis zur Eroberung durch die Franzosen Ende des 19. Jahrhunderts den südlichen Teil des modernen Staates umfasste. Am 1. August 1960 wurde das Land als «Republik Dahomey» in die Unabhängigkeit entlassen. Von 1975 bis 1990 hiess das Land unter diktatorischer Herrschaft «Volksrepublik Benin». 1990 wurde auf friedlichem Weg die Demokratie eingeführt und die Volksrepublik weggelassen. Seit 2002 befindet sich die Republik Benin in einer Dezentralisierungsphase, in der Kommunen und Dörfer – wie Koko – verstärkt Verwaltungsverantwortung übernehmen.

Quelle (auszugsweise): Wikipedia


Geografische Lage in Afrika


Koko in Benin

Erst wenn er die Flügel ausbreitet, ist der Vogel gross.