Projekte – Engagements Einzelner mit grosser Wirkung

Menschen, die sich für ein besseres Leben Anderer einsetzen, sind selten. Sie und ihre Projekte werden von der Stiftung unterstützt. Denn die staatlichen Bewilligungen zur Gründung eines Kleinunternehmens in Benin kosten viel Geld und verringern das Kapital der Initianten – das sie für die Umsetzung ihrer Vorhaben dringend benötigen.

Die Investition in kleinere Projekte lohnt sich nämlich durchaus! Auch diese Engagements bewirken beispielsweise, dass sich die Bevölkerung in Koko ausgewogener ernährt, lokal Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen werden, sich der Waldschutz wirtschaftlich noch mehr lohnt, altes Wissen weitergegeben werden kann, und die Frauen des Dorfes unabhängig werden.

Die Hühnerzucht von Cosme

Damit sich die Menschen ausgeglichener ernähren, hat die Stiftung eine Hühnerzucht für die Fleisch- und Eierproduktion unterstützt. Die Stiftung trug beim Erwerb einer Mühle bei, denn das Mahlen von Getreide für Hühner kommt erst dann an die Reihe, wenn dasjenige für die Menschen gemahlen ist. Und das kann dauern! 

Cosmes Eierverkauf läuft gut. Cosmes 700 Hühner werden regelmässig von einem Tierarzt kontrolliert; seine Zucht ist unterdessen vom Staat anerkannt worden.

Das Ei tanzt nicht mit einem Stein

Die Ölerei des Vereins «Kassowokpo» («Zusammen geht’s besser»)

Eine staatlich anerkannte kleine Ölerei, in der lokale Sojabohnen zu Öl und Sojakuchen gepresst werden, hilft auch zur besseren Ernährung und fördert Arbeitsplätze. Die Stiftung unterstützte den Verein beim Bau und dem Kauf der Presse. Die Ölerei verarbeitete 2017 zum ersten Mal 10 Tonnen hiesige Sojabohnen zu Sojaöl und Sojakuchen. Alle Produkte wurden im Bezirk Bantè, der ungefähr so gross ist wie der Kanton Zug, verkauft. Auch der Bienenzüchter Cosme kauft Sojakuchen für seine Hennen ein, um ihn unter das Hauptfutter zu mischen.

Neu versucht die Stiftung, mit interessierten Jugendlichen aus dem Dorf weitere Waldprodukte zu Öl zu verarbeiten. Mit dem Ziel, den Wald so ökonomisch wertvoller zu machen und damit seinen Schutz zu erhöhen. Es sind z. B. Karité-, Moringa- und Baobabkerne, die verarbeitet werden. Dieses Öl kann als Heilmittel eingesetzt werden, oder als Rohstoff für eine Seifenproduktion dienen.

Wenn eine Mauer keine Ritzen hat, so kommen keine Eidechsen ins Innere.

Kleinkreditwesen für Frauen

Die Frauen, die im Kreditwesen der Stiftung mitmachen, werden selbstständig und unabhängig. Sie organisieren jährlich am 8. März – am Internationalen Frauentag – ein Dorffest. Es sind Schneiderinnen, Bäckerinnen, Verkäuferinnen, Frauen, die die Agrarprodukte der Felder in Esswaren verarbeiten (Maniokmehl, rotes Palmöl, Erdnusstengel, Maisbrei) und Bäuerinnen. Mancher Mann würde an diesem Tag auch gerne eine Frau sein!

Der Wert eines Menschen misst sich am Glück, das er im Leben Anderer macht.

Bau eines traditionellen Heilungszentrums

Mit dem Bau eines Heilungszentrums nördlich von Tobé/Koko fördert die Stiftung den Erhalt seltener Pflanzen und Tiere: Ein bekannter Heiler hatte keine Unterkunft für seine Kranken. Also brachte er sie umständlich in den umliegenden Hütten unter, wo er den Heilungsverlauf nicht angemessen verfolgen konnte. Mit dem Bau des Heilungszentrums verbessern sich die Arbeitsbedingungen des Heilers markant. Und das lohnt sich: Da er ein spiritueller Meister für Pflanzen und Heilung ist und mit den Jägern zusammen arbeitet, wird er der Natur helfen, seltene Pflanzen und seltene Tiere vor der Ausrottung zu bewahren – indem er mit seinen Jägern und Heilpflanzensuchern im Sinn der Konservierung spricht und handelt. Gleichzeitig übergibt der Heiler Karin Ostertag zahlreiche Geschichten und Legenden aus dem Wald, die in einem neuen Lesebuch für die Jugendlichen gesammelt werden, und sie ebenso zur Erhaltung der seltenen Arten animieren soll.

Die Stiftung hat bereits für vier Heiler in der Region solche traditionellen Spitäler gebaut, die auch von den modernen Spitälern wahrgenommen werden. Es sind v. a. Knochenbrüche und Schlangenbisse, die dort geheilt werden.

Für Heilerinnen und Grossmütter hat die Stiftung den Bau von Hinterhöfen gefördert. Die Begünstigten haben die Mauer aus Erde gebaut und die Stiftung hat diese zementiert.

Durch das Engagement der Stiftung für den Erhalt der Heilpflanzen sind Bündnisse mit anderen heiligen Wäldern in Benin entstanden.

Geduld ist ein goldener Weg, auf dem der Fussabdruck nicht verloren gehen kann.

Restaurierung von einheimischen Klöstern der Waldgeister

Damit die Waldgeister den geschützten Wäldern, die die Stiftung beim Wachsen und Stärker werden unterstützt, gut gesinnt bleiben, erneuert die Stiftung traditionelle Klöster in der Fon- und Yoruba-Gegend. In ihren heiligen Mauern werden die bei Ritualen verwendeten Pflanzen angebaut.

Die Wälder sollen zu ihrem Schutz beitragen!

Für die letzte Umbauphase sucht die Stiftung Hilfe zur Selbsthilfe in Tobé/Benin weiterhin Spenden. Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung den Vermerk «Kloster» an, wenn Sie genau dieses Projekt unterstützen möchten. Besten Dank!

Das Wort ist wie Wasser, einmal verschüttet, kannst du es nicht mehr einsammeln.

Ausbildungszentrum für Lehrlinge im Bereich Sekretariat und Bürotechnik

Constant ist einer der Mathematiklehrer an der Sekundarschule und am Gymnasium von Koko. Neben dieser Arbeit bietet er Jugendlichen eine Lehre im Bereich Sekretariatsarbeiten und Bürotechnik in seinem kleinen Copy-Shop in Koko. Die Stiftung hat ihn bei der Anschaffung von verschiedenen Geräten unterstützt.

Die Infrastruktur des Ausbildungszentrum muss laufend erhalten und weiter modernisiert werden, um ein Ausbildungsniveau sicherzustellen, das die Lehrlinge nach Abschluss der Ausbildung zu gefragten Fachleuten werden lässt. Wenn Sie Constants Engagement finanziell unterstützen möchten, geben Sie bitte bei Ihrer Überweisung den Vermerk «Ausbildungszentrum» an, besten Dank.

So-haben-wir-es-immer-gemacht bringt den Fortschritt nicht voran.