Eine Gruppe Jugendlicher – der Klub „Têtes Pensantes“

Diesen Klub haben ehemalige Schüler von Ayeke ins Leben gerufen. Es sind sechs junge Männer, die ihr Studium abgeschlossen haben. Sie kamen auf Karin Ostertag, Geschäftsleiterin der Stiftung, zu und haben ihre Hilfe angeboten. Die Motivation für dieses Engagement sind ihre Geschwister im Dorf, die noch zur Schule gehen. Sie möchten ihnen ihre eigenen Erfahrungen des Studiums näherbringen, damit die Geschwister verstehen, welche Chancen und Schwierigkeiten ein Studium mit sich bringt. Ziel des Klubs ist es auch, die Eltern in den Prozess der Bildung einzubeziehen und die Prüfungsresultate der Abschlussklassen zu verbessern. Karin Ostertag hat zum Ziel, dass auch junge Frauen den Klub mitgestalten.

Im ersten Jahr des Bestehens des Klubs mussten sich die jungen Männer zuerst zusammenfinden. Karin Ostertag beobachtete, dass dies gut geklappt hat. Die Klubmitglieder haben gelernt, sich untereinander ohne Hemmungen über Wichtiges auszutauschen. Keine Small Talks! Bei ihrer Arbeit im Dorf Koko haben sie neben den Gesprächen mit den Schülerinnen und Schülern  auch mit den Eltern (die meisten sind Analphabeten) und den Lehrern über das Leben nach der Matur in der Stadt diskutiert, dies mit dem Ziel, dass alle auch die Perspektive der andern kennen. Die Klubmitglieder möchten den im Dorf gebliebenen Schülerinnen und Schüler vermitteln, dass ihnen die bestandene Matur zwar das Studium in der Metropole ermöglicht,  sie aber wenig Geld zu Verfügung haben und sich täglich durchschlagen müssen. Die Eltern haben in der Regel nicht die Mittel, sie finanziell zu unterstützen, wohl aber versorgen sie sie ab und zu mit Esswaren wie Mais, Jams und Bohnen. Alle sechs Klubmitglieder kamen mindestens einmal ins Dorf und waren engagierte Sprecher.

Im ersten Jahr haben die Klubmitglieder

  • bei den Generalversammlungen der Elternräte in der Schule AYEKE und der Oberstufe gesprochen.
  • zwei dreitägige Prüfungsvorbereitungskurse für die Abschlussklassen organisiert und geleitet.
  • das Jugendparlament initiiert, koordiniert und aktiviert.

 

Für die nächsten Jahre ist Folgendes vorgesehen:

  • Die dreitägigen Prüfungsvorbereitungskurse verbessern und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler besser anpassen.
  • die Zusammenarbeit und den Austausch mit den Eltern vertiefen.
  • Die aus Koko stammenden Studierenden an einigen ihrer eigenen Erfahrungen teilhaben lassen und sie persönlich und fachlich beraten.

 

Was ich am Computer schreibe kann ich besser lesen als meine eigene Handschrift!